„Sei dir wichtig“

Das Buch „Extreme Self Care“ bietet viele gute Ansätze wie man sich selbst das Leben erleichtern und lernen kann, sich selbst besser um die wichtigste Person in seinem Leben kümmern – dich.

von Cheryl Richardson

"Sei dir wichtig" von Cheryl Richardson
„Sei dir wichtig – Extreme Self Care“ von Cheryl Richardson

Buch des Monats Januar

Wie erleuchtend doch das Ausmisten eines Kleiderschrankes sein kann (hier geht es zu meinem Blogbeitrag „Wie redet ihr mit euch selbst?“). Einerseits ist es nicht schön, wenn man erfährt, dass man selbst das Problem ist. Andererseits hätte mir ja nichts besseres passieren können. Denn bei der Lösung des Problems bin ich auf niemanden weiter angewiesen.

Gleich nach der Aufräumaktion im Kleiderschrank war das Bücherregal an der Reihe. Da fiel mir das Buch von Cheryl Richardson „Sei dir wichtig – Extreme Self Care“ in die Hände. Super, dachte ich mir, wenn das nur immer so einfach wäre.

Das Buch ist in 12 Kapitel untergliedert und jedes ist ein Schritt auf dem Weg zu mehr Selbstliebe. Die Autorin empfiehlt, zunächst das komplette Buch zu lesen und sich dann jedem Monat intensiv einem Kapitel zu widmen.

Im ersten Kapitel geht es darum, sich viel liebevoller zu behandeln. Wie macht man das? Ganz einfach, indem man sich sagt, dass man sich selbst liebt. Jeden Tag. Gern mehrfach. Das hört sich erstmal ganz einfach an, ist in der Umsetzung jedoch schwerer als gedacht. Ich habe in den vergangenen Monaten mehrfach damit angefangen und es dann irgendwie doch wieder schleifen lassen. Hinzu kommt: Wann habt ihr euch das letzte Mal wirklich im Spiegel in die Augen gesehen? Nicht nur, um euch die Haare zu föhnen oder die Zähne zu putzen. Bei mir war das verdammt lang her.

Einen ebenfalls sehr schönen Ansatz finde ich die „Liste der absoluten Neins“. Das sind Dinge, die man auf keinen Fall mehr tun will. Denkt mal darüber nach, wie häufig ihr Dinge automatisch tut, obwohl ihr das gar nicht mehr wollt. Wie oft sagt ihr zu etwas JA und bereut es im Nachhinein. Wann habt ihr das letzte Mal über eine lästige Aufgabe gestöhnt und sie dann zähneknirschend erledigt? Warum finden wir nicht Lösungen für solche Situationen? Die „Liste der absoluten Neins“ hilft euch, eure Aufgaben und Verpflichtungen auf den Prüfstand zu stellen und sie nicht einfach automatisch wieder und wieder zu erledigen.

Das Buch „Extreme Self Care“ bietet viele gute Ansätze wie man sich selbst das Leben erleichtern und lernen kann, sich selbst besser um die wichtigste Person in seinem Leben kümmern – dich.

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Wie redet ihr mit euch selbst?

Capsule Wardrobe
Capsule Wardrobe – Hilfe, ich habe nichts anzuziehen – oder was ist hier das Problem?

Meine Minimalismus-Challenge zwischen den Jahren hat einiges bei mir bewirkt. Am Anfang wollte ich unbedingt meinen Kleiderschrank ausmisten. Ihr kennt das sicher. Wir Frauen meinen ja immer, nichts anzuziehen zu haben. So ging es mir auch. Das ganze vergangene Jahr, spielte ich mit dem Gedanken, mich neu einzukleiden. Ein Capsule Wardrobe müsse her, dann würde alles besser werden. Schließlich stand ich Ende Dezember vor meinen Klamottenbergen und einem prall gefüllten Kleiderschrank. Unendliche Weiten …, dachte ich mir. Am besten alles wegwerfen und nochmal von vorn anfangen.

Während ich im Aufräum- und Ausmist-Wahn vor mich hinsortierte, wurde mir bewusst, dass ich ganz schön viele Teile meines Kleiderschrankes sehr gern mochte. Insgesamt war ich bereits im Besitz einiger sehr „cleaner“ Teile in sehr Capsule Wardrobe tauglichen Farben. Mmmmhh. Was nun? Was war hier eigentlich das Problem?

Ich musste feststellen, dass ich das Problem bin. Wenn ich mir nämlich jeden Tag sage, ich sei nicht stylish genug angezogen, total altbacken und mit meiner Figur kann ich eigentlich gar nicht hübsch aussehen, dann bin ich es eben auch. Das ist eine selbsterfüllende Prophezeiung und damit eine Frage des Mindsets. Daran ändern auch neue Klamotten nichts. Sondern nur eine neue Einstellung zu euch selbst.

Warum sind wir also immer so hart zu uns selbst? Stellt euch vor, eure beste Freundin käme mit diesem Problem zu euch. Wie würdet ihr reagieren? Was würdet ihr eurer besten Feundin sagen? Doch sicher nicht, dass sie immer total altbacken und hässlich aussieht. Oder? Warum reden wir dann so mit uns selbst? Denkt mal darüber nach.

Wochenmotivation 2

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Albert Einstein

Ich denke, das Zitat steht für sich. Wenn wir weiterhin nichts tun, vielleicht sogar in der Opferrolle verharren, dann wird sich nichts ändern. Niemand kann meine Probleme lösen, außer ich selbst. Vielleicht funktioniert nicht alles, wie ihr euch das vorgestellt habt. Gebt nicht auf. Versucht etwas anderes, aber bleibt nicht stehen, wenn ihr unzufrieden seid.

Wochenmotivation 1

„Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

Kurt Marti

Ich liebe diesen Spruch, auch weil er so wundervoll zum neuen Jahr, zum Aufbruch passt. Ich denke auch, dass das Geheimnis der Veränderung im Beginn liegt. Egal wo ihr steht, fangt einfach an. Geht die ersten Schritte, egal in welche Richtung. Denn wer nicht losläuft, wird auch nicht ankommen. Veränderung ist nicht das Ankommen am Ziel. Veränderung ist das, was auf dem Weg dorthin passiert. Also grübelt nicht länger, sondern lauft los und probiert euch aus.