Wie redet ihr mit euch selbst?

Capsule Wardrobe
Capsule Wardrobe – Hilfe, ich habe nichts anzuziehen – oder was ist hier das Problem?

Meine Minimalismus-Challenge zwischen den Jahren hat einiges bei mir bewirkt. Am Anfang wollte ich unbedingt meinen Kleiderschrank ausmisten. Ihr kennt das sicher. Wir Frauen meinen ja immer, nichts anzuziehen zu haben. So ging es mir auch. Das ganze vergangene Jahr, spielte ich mit dem Gedanken, mich neu einzukleiden. Ein Capsule Wardrobe müsse her, dann würde alles besser werden. Schließlich stand ich Ende Dezember vor meinen Klamottenbergen und einem prall gefüllten Kleiderschrank. Unendliche Weiten …, dachte ich mir. Am besten alles wegwerfen und nochmal von vorn anfangen.

Während ich im Aufräum- und Ausmist-Wahn vor mich hinsortierte, wurde mir bewusst, dass ich ganz schön viele Teile meines Kleiderschrankes sehr gern mochte. Insgesamt war ich bereits im Besitz einiger sehr „cleaner“ Teile in sehr Capsule Wardrobe tauglichen Farben. Mmmmhh. Was nun? Was war hier eigentlich das Problem?

Ich musste feststellen, dass ich das Problem bin. Wenn ich mir nämlich jeden Tag sage, ich sei nicht stylish genug angezogen, total altbacken und mit meiner Figur kann ich eigentlich gar nicht hübsch aussehen, dann bin ich es eben auch. Das ist eine selbsterfüllende Prophezeiung und damit eine Frage des Mindsets. Daran ändern auch neue Klamotten nichts. Sondern nur eine neue Einstellung zu euch selbst.

Warum sind wir also immer so hart zu uns selbst? Stellt euch vor, eure beste Freundin käme mit diesem Problem zu euch. Wie würdet ihr reagieren? Was würdet ihr eurer besten Feundin sagen? Doch sicher nicht, dass sie immer total altbacken und hässlich aussieht. Oder? Warum reden wir dann so mit uns selbst? Denkt mal darüber nach.

Wochenmotivation 2

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

Albert Einstein

Ich denke, das Zitat steht für sich. Wenn wir weiterhin nichts tun, vielleicht sogar in der Opferrolle verharren, dann wird sich nichts ändern. Niemand kann meine Probleme lösen, außer ich selbst. Vielleicht funktioniert nicht alles, wie ihr euch das vorgestellt habt. Gebt nicht auf. Versucht etwas anderes, aber bleibt nicht stehen, wenn ihr unzufrieden seid.

Wochenmotivation 1

„Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

Kurt Marti

Ich liebe diesen Spruch, auch weil er so wundervoll zum neuen Jahr, zum Aufbruch passt. Ich denke auch, dass das Geheimnis der Veränderung im Beginn liegt. Egal wo ihr steht, fangt einfach an. Geht die ersten Schritte, egal in welche Richtung. Denn wer nicht losläuft, wird auch nicht ankommen. Veränderung ist nicht das Ankommen am Ziel. Veränderung ist das, was auf dem Weg dorthin passiert. Also grübelt nicht länger, sondern lauft los und probiert euch aus.

Zwischen den Jahren

Die Zeit zwischen dem Ende des Weihnachtsfestes und dem Beginn des neuen Jahres ist für mich immer die Zeit um das Alte abzuschließen und mich mit Zielen für das neue Jahr zu beschäftigen.

Gegen Ende des Jahres hatte ich zunehmend das Gefühl in altem Mist zu ersticken. Alle Schränke sind voll mit Zeug, von dem ich nicht einmal weiß, dass es existiert. Doch Rettung war bereits unterwegs. Durch eine Freundin bin ich auf eine besondere Challenge aufmerksam geworden.

Bei theminimalists.com findet ihr das 30-Day Minimalism Game.

Das Ganze geht wie folgt: Am ersten Tag trennt ihr euch von einer Sache. Ihr könnt sie verschenken, wegwerfen (wenn sie z. B. kaputt ist) oder spenden. Hauptsache, sie hat bis Mitternacht eure Wohnung verlassen. Am zweiten Tag trennt ihr euch von 2 Dingen, am dritten Tag von 3 Dingen und so weiter. Am Ende der Challenge habt ihr 496 Dinge weniger in eurem Haushalt.

Die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen habe ich mit dieser Challenge ganz bewusst und aktiv zum Loslassen und Abschließen genutzt. Wie ihr hier unten seht, war ich so motiviert, dass ich gleich mehrere Tage zusammen erledigt habe. Wenn mich der Wegwerfwahn erstmal packt, kann ich kaum aufhören. Und bis jetzt habe ich noch nichts von dem vermisst, was ich aus meinem Leben entsorgt habe. Im Gegenteil, ich kann euch nicht mal sagen, was ich alles weggeworfen habe.

MinsGame
Aufräum-Challenge in 31 Tagen

Mien Tipp für euch. An diesen drei Orten, werdet ihr immer fündig und könnt besonders viel ausmisten:

  • Kleiderschrank, hier findet sich immer was
  • Küche, insbesondere das Gewürz- und Vorratsregal
  • Schreibtisch, inkl. gesammelter Schreibmaterialien wie z. B. ausgetrockneter Stifte

#aufräumen #MinsGame #abschließen #loslassen #reflektieren